Dienstag, 31. Dezember 2013

Lee Croson fängt 28,6 kg Cassien Spiegelkarpfen auf CF1 Squid & Liver

New shop now open in Barcelona

Our Spanish dealer Josep has moved to bigger premises with his shop Saucarp in Barcelona. If you live in Spain check out his shop stocking the full FINKELDE itb range. Our slogan, available on T-shirts in January is also part of the shop. Carp Fishing is L1fe, the rest is details.

Dienstag, 24. Dezember 2013

Lee Croson mit schönem Cassien-Weihnachtskarpfen

Unser britisches Teammitglied Lee Croson konnte heute, am 24.12.2013, diesen schönen Cassien-Weihnachtskarpfen überlisten. Als Köder diente ein 15er CF1 Squid & Liver Pop up. Dass die CF1 Boilies auch am Cassien gut funktionieren ist mittlerweile kein Geheimnis mehr.

Cyril Sanvoisin Team FINKELDE itb France mit tollem Schuppi


Montag, 23. Dezember 2013

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!


József Laczkó erfolgreich mit unseren Produkten

József Laczkó aus Ungarn sendete uns Bilder seiner Fänge. József rollte seine Boilies mit unseren Mixen und Food Source und Attracta liquids und konnte dabei seine bislang beste Saison erzielen. Wir gratulieren!


Sonntag, 22. Dezember 2013

Marcel Spremberg mit besonderem Jahresrückblick

Marcel Spremberg mit einem Jahresrückblick der besonderen Art:

Jetzt, Mitte Dezember - vor mir liegen noch genau zwei Nächte in diesem Jahr - ist es Zeit, die vergangenen zwölf Monate Revue passieren zu lassen.
Im Februar erblickte mein Sohn Oscar das Licht der Welt. Was kann es Wichtigeres und Schöneres geben!? Meine anglerischen Ziele hielten sich also verständlicherweise in Grenzen. Spaß sollte es vor allem machen und 100 Nächte Plus waren für dieses Jahr sowieso nicht wie sonst angesetzt.
Aber Moment: Da war ja noch der Koi! Ich jagte diesem Fisch im letzten Jahr schon mehr als 30 Nächte hinterher und plötzlich war er dann da. Der Anreiz für mein Angeljahr 2013.
Für alle die es schon wieder vergessen haben: Der Winter 2012-2013 war der gefühlt längste seit Wetteraufzeichnung und trieb mich trotz persönlichen Glücks fast in den Wahnsinn.
Ende März, über das Osterwochenende, verdrückten wir uns deswegen frohen Mutes nach Nordrhein-Westfalen. Wenigstens waren hier die Gewässer befischbar, was man vom gesamten Norddeutschland nicht gerade behaupten konnte.
Nach 5 Tagen mit Schnee, Eis und halb zugefrorenem See kam die Erkenntnis, dass ich nichts erzwingen kann. Da der Spaß irgendwie auch auf der Strecke blieb, beschloss ich zu warten bis es wärmer wurde.
Anfang April war es dann endlich soweit und ich schaffte es, mir vier Tage freizuschauffeln und befischte einen 15 Hektar großen Natursee. Da in zwei Tagen und zwei Nächten nur zwei der zwölf spärlich angelegten Futterplätze angenommen wurden und lediglich ein Fisch den Weg an Land fand, movte ich.
Ein Natursee mit mehr als 30 Hektar sollte für zwei weitere Nächte mehr Aktion bringen.
Fallenstellerei und eine flache, mehr als 3 Hektar große Bucht, brachten in der zweiten Nacht eine wahre Frühjahrsbombe.
Überglücklich und von spontanem Erfolg motiviert, versuchte ich nun, meine Taktik bei meiner Zielfischjagt umzustellen. Nach mehreren Nächte ohne den gewünschten Erfolg war es dann dem Zufall zu verdanken, dass es morgens um halb acht Glücksschreie am Pool gab. Ich hatte ihn endlich, meinen Koi.
Anfang Mai war mein Jahresziel also geglückt. Was nun? Ich beschloss ohne jeglichen Druck, und dies war ehrlich gesagt das erste Mal so seit langer Zeit, einfach ohne Ziel und Vorhaben fischen zu fahren. Was nun den Rest des Frühjahres, im Sommer und im Herbst folgte, ist nicht in Worte zu fassen. Ich fing große Fische. Ich fing hübsche Fische. Ich fing Fische, wenn andere direkt neben mir immer wieder blankten. Ich fing. Ich fing. Ich fing. Ich saß, wie so oft in den letzten Jahren, wochentags für 'ne schnelle Nacht am Wasser. In sternenklarer Nacht war es dann soweit und ich konnte den ersten Vierziger der Saison zum Wiegen abgreifen. 
Es folgten weitere Nächte und Stück für Stück gelang es mir ohne viel Nachzudenken, ein schon länger befischtes Gewässer nach vielen Jahren nun endlich endgültig zu knacken. Auffällig bei allen spontanen Sessions war der Erfolg der weißen Squid Specials in Verbindung mit
den Monster Crab XL, fluo pink power gel Dip. Diese Kombi bringt eine riesen Wolke am Spot und sorgte oftmals wenige Minuten nach ablegen der Rute für einen Lauf. 
Höhepunkt war der Fang eines bekannten Schuppis, der die 50iger Marke nur knapp verfehlte. Ich verlor diesen Fisch kurz vorm Kescher, war aber keineswegs traurig oder bedrückt. Vielmehr freute ich mich, da ich nicht damit gerechnet hatte und dieser Fisch völlig ohne Taktik kam. Zwar kannte ich seinen bevorzugten Standort, aber ausgerechnet heute Nacht? Ansonsten wäre ich dem Fisch auch im knietiefen Wasser die ersten 50 Meter entgegengegangen. Läuft es immer so, wenn man ohne Erwartungen an eine Sache rangeht? 
Auch ich brauche diese gewisse Art der Herausforderung. Diese Gefühl der Planung. Abends im Bett zu liegen und schon mal alle Spots im Kopf durchzugehen. Es wird mich bestimmt schneller wieder packen als ich möchte. Ich werde bestimmt wieder schneller als gedacht verbittert und hochmotiviert versuchen, Projekt X zu bewältigen. Aber dieses Jahr ist nicht mehr zu toppen. Nicht wegen der Erfolge, nicht wegen des fehlendes Stresses oder gar wegen der Freude. Sondern einzig und allein wegen Oscar und ein wenig wegen der tollen gefangen Fische!

Viel Spaß am Wasser (auch im Winter),

Marcel Spremberg
Team Finkelde itb


Freitag, 20. Dezember 2013

Brian Weirauch im Team FINKELDE itb

Wir freuen uns Brian Weirauch ab sofort im Team FINKELDE itb begrüßen zu dürfen. Trotz seiner jungen Jahre hat Brian bereits einige beachtliche Fische fangen können und verfügt über Erfahrung an Gewässern im In- und Ausland. Auch in der Fachpresse ist Brian kein Unbekannter und überzeugt regelmäßig durch seine interessanten Berichte. Willkommen an Bord!






Mittwoch, 11. Dezember 2013

Der geplatzte Traum - ein Bericht von Christian Finkelde


Nachdem ich im Juli 2010 an einem ca. 110 ha großen Baggersee meinen damaligen Zielfisch, einen großen Schuppenkarpfen relativ schnell fangen konnte, sah ich mich nach einem neuen Gewässer um. Ich wusste von einem See im Raum Speyer, der zwar nur sehr wenige, aber dafür sehr große Karpfen enthielt. Ein kleines Problem war nur, dass der See zu dieser Jahreszeit stark von Badegästen und Tauchern besiedelt war. Nichtsdestotrotz beschloss ich an den See zu fahren, um ihn mir einmal anzusehen.

Als ich am See ankam, war es bereits sehr warm und so zog ich mir meine Taucherbrille an und ging im See eine Runde schwimmen. Das Gewässer war stark verkrautet und ich entdeckte nur wenige freie Flecken. Karpfen sah ich an diesem Tag keine. Nachdem ich mir ein Bild vom See gemacht hatte, beschloss ich in der kommenden Woche erneut an das Gewässer zu fahren. Gesagt getan. Am See angekommen machte ich erneut einen Rundgang und entdeckte an einem Seeende drei Schuppenkarpfen zwischen 10 und 15 kg. Es sah irgendwie alles recht trostlos aus und ich hatte nicht richtig Lust zu angeln, daher fuhr ich kurzer Hand nach Hause. Ich zog es vor an meinem Buch weiterzuschreiben und nicht schon wieder auf einen Zielfisch zu angeln. Das konnte bis zum kommenden Jahr warten.
Im September wurden dann die beiden größten Fische des Sees in einer Nacht gefangen. „Anna“ und der „kurze Dicke“ waren beides Schuppenkarpfen und schöne Ziele für 2011.
Im April 2011 fuhr ich das erste Mal im Neuen Jahr wieder an den See, um dort zu angeln. Der Wasserstand war im Gegensatz zum Vorjahr stark gefallen und so waren einige Plätze zugänglich an denen man sonst nicht sitzen konnte.
Ich machte erst einmal einen Rundgang um den See, um mir ein aktuelles Bild zu verschaffen. Der See war früher zweigeteilt, sprich, es wurden zwei Seen verbunden. Im Bereich des Durchlasses entdeckte ich drei Karpfen und ein paar Schleien. Gegen Ende meines Rundes sah ich tatsächlich Anna in einer Bucht. Der Schuppenkarpfen, der im Vorjahr bereits mit über 30 kg gefangen worden war, sah sehr groß aus und so beschloss ich meine Session in dem Bereich zu starten, an dem ich den Fisch gesehen hatte. Das Wasser war noch recht kalt. Das Ufer viel hier recht schnell ab und so beschloss ich beide Ruten recht ufernah in Distanzen von ca. 5 bis 10 Metern in Tiefen von vier und fünf Metern zu fischen. An beiden Ruten fischte ich mit einem 20er CF1 Squid & Liver Boilie und einem 15er Pineapple Excess Pop up als Snowman am Haar. Als Montage diente ein einfaches Line Aligner Rig in Verbindung mit einem Inlineblei. Ich fütterte lediglich etwas CF1 Grundfutter mit Finkamino und ein paar kleingehackten CF1 Boilies sowie T Pellets.

Nachdem die Ruten lagen und der Schirm und die Liege aufgebaut waren, genoss ich die Mittagssonne und machte mir etwas zu essen. Es vergingen zwei Nächte ohne jegliche Aktion. Ich entschied mich daher die Stelle zu wechseln und mein Glück noch eine Nacht am Durchlass zu probieren. Auch hier legte ich die Ruten ufernah auf Sandflecken ab. Am Nachtmittag kam Thomas vorbei. Er hatte den zweitgrößten Fisch des Sees in Ufernähe gesehen und er verhielt sich unnatürlich und schien krank, da er auch mit Pilz befallen war. Zudem konnte ich einen kleinen Spiegelkarpfen tot auffinden, was kein gutes Zeichen war.
Die Nacht verlief abermals ohne Aktionen. Ich packte zusammen und beschloss die kommende Woche erneut mein Glück zu versuchen.

Wenige Tage später traf ich erneut am See ein. Es war sonnig und angenehm warm. Bei meinem Rundgang entdeckte ich wieder den Trupp von Fischen zwischen 10 und 15 kg an einer Sandbank. Leider fand ich auch am Strand den zweitgrößten Fisch des Sees tot auf. Thomas hatte recht gehabt, er war wohl bereits krank gewesen.
Als ich an die Stelle kam, an der ich das letzte Mal gefischt hatte, sah ich tatsächlich erneut Anna, den großen Schuppenkarpfen. Der Fisch stand regungslos über dem leichten Kraut am Boden. Meine Stellenwahl war somit getroffen. Schnell beköderte ich meine Ruten und positionierte sie auf freien Sandflecken unweit der Stelle, an der ich Anna gesehen hatte. Diesmal schien alles perfekt zu passen. Der Wind frischte auf und wehte genau in meine Bucht. Den Tag über tat sich nichts, ich war aber nach wie vor zuversichtlich. Gegen Abend kam Steffen vorbei und wir redeten ein wenig. Während wir so quatschten und aufs Wasser schauten schnellte plötzlich Anna mit dem Kopf voraus aus dem Wasser und ließ sich wieder sanft ins Wasser zurück fallen, genau über meiner linken Rute. Kurz darauf piepste mein Bissanzeiger drei Mal, es tat sich jedoch nichts. Nur wenige Minuten später rollte Anna erneut zwei Mal über meiner rechten Rute. Es schien alles zu passen. Steffen verabschiedete sich und ich hörte noch ein wenig Radio. Die Sonne ging unter und ich machte es mir in meinem Schlafsack bequem. Nachts war es noch sehr kalt.
Leider tat sich auch den kommenden Tag und die kommende Nacht nichts.
Ich packte ein und kam in der kommenden Woche erneut für eine zwei Tagesession an den See.

Ich fuhr direkt an die Stelle, an der ich das letzte Mal gefischt hatte und siehe da, Anna schwamm erneut in diesem Bereich umher.
Ich positionierte meine Ruten erneut in Ufernähe und kochte mir erst einmal etwas zu essen. Ich war sehr, sehr zuversichtlich, denn auch die Witterungsbedingungen schienen ideal. Es wehte ein nicht zu kalter Wind genau auf meine Uferseite.
Leider tat sich erneut absolut gar nichts und so packte ich etwas enttäuscht ein.

Bei meinem nächsten Besuch am See entdeckte ich ein paar Fische an einer Sandbank und so baute ich dort auf. Meine beiden Ruten fischte ich links und rechts von der Sandbank auf zwei freien Flecken im Kraut. Es war mittlerweile sehr heiß und die Fische schienen nicht am Fressen zu sein. Die kommenden zwei Nächte tat sich erneut nichts.

Ich blieb dennoch am Ball und die kommende Woche traf ich erneut am See ein. Bei meinem Rundgang sah ich nicht einen einzigen Fisch und so beschloss ich dort zu fischen, wo ich Anna zum letzten Mal gesehen hatte. Zwei Tage lang tat sich erneut absolut nichts und ich sah auch keinerlei Fischaktivität.

Zwei Wochen später versuchte ich erneut mein Glück am See. Diesmal an einer neuen Stelle. Im Regen baute ich meine Sachen auf und machte mir im Schutze meines Schirmes erst mal etwas zu essen. Ich hatte vier Fische in der Nähe des Strandes entdeckt und aufgrund des schlechten Wetters hielt sich der Badebetrieb glücklicherweise in Grenzen. Außer zwei Brassen tat sich auch bei dieser Session nichts.

Als ich wieder zu Hause war erfuhr ich von Thomas, dass Anna tot aufgefunden wurde und somit hatte sich dieses Zielfischkapitel erledigt. Manchmal kommt es eben anders als man denkt. Wenngleich ich den Fisch nicht fangen konnte, so hat mir das Angeln an diesem sehr anspruchsvollen Gewässer doch sehr viel Spaß gemacht.

Auf zu neuen Zielen.


Christian Finkelde

Thomas mit Anna.

Frühjahrskarpfen - ein Bericht von Christian Finkelde


Die Temperaturen steigen langsam und die Kraft der Sonne nimmt zu. Die Tage werden länger und auch die Aktivität der Karpfen nimmt zu. Wenngleich die Wassertemperaturen an vielen Gewässern trotz der ersten Sonnenstrahlen noch recht niedrig sind, so lassen sich mit der richtigen Vorgehensweise dennoch bereits die ersten Karpfen des Jahres überlisten.
Die Fische sind im Frühjahr noch nicht so aktiv, wie im Sommer, jedoch sind sie durchaus fangbar; insbesondere, weil sie den Winter über weniger oder gar keinem Angeldruck ausgesetzt waren.

Sehr gute Stellen befinden sich jetzt in flachen ruhigen Bereichen, wie z.B. vor Schilf.
Da das Wasser im Frühjahr meist sehr klar ist, gilt es einerseits seine Präsentation so unauffällig wie möglich zu gestalten, zum anderen kann man mit auffälligen Ködern sehr gute Ergebnisse erzielen.
Da der Boden meist nicht mit Kraut bedeckt ist, ist es nicht nötig seine Köder über dem Boden zu präsentieren. Eine Grundködermontage ist ideal. Ich fische sehr gerne mit snowman set ups mit einem 20er Grundköder und einem 15er Pop up. Eine sehr gute Variante ist es auch einen 15er Pop up zu fischen und diesen direkt unterhalb des Köders mit einem Bleischrot und etwas Knetblei auszubalancieren, so dass der Köder verführerisch auf dem Gewässerboden sitzt.
Bei weichem Gewässerboden fische ich mit einem Pop up und bringe auf dem Vorfach ein Bleigewicht an und zwar so, dass der der Haken gerade so direkt unter dem Köder sitzt. Fluoro Pop ups sind ideal für diese Art der Fischerei. Um seinen Ködern, insbesondere Grundködern, einen zusätzlichen visuellen Reiz zu geben, eignen sich Maisimitate aus Plastik und sogenannte Sight stops. Dies sein kleine auffällige Boiliestopper, die in verschiedenen Farben erhältlich sind.
Als Beifutter verwende ich in der Regel meine T Pellets und kleingehackte Boiliestückchen, die ich noch mit etwas Finkamino anreichere. Sofern das Gewässer keinen großen Weißfischbestand hat, setze ich auch sehr gerne Grundfutter ein, da dies eine hervorragende Lockwirkung erzielt und immer noch von vielen Karpfenanglern unterschätzt wird. Bei den Boilies fällt meine Wahl im Frühjahr meist auf meine Scopex & Strawberry Boilies und die Sweet Tiger nut + Köder. Die Scopex & Strawberry Boilies sind sehr auffällig und haben einen traumhaften Duft. Wenn ich den Köder eher etwas farblich unauffälliger präsentieren möchte, greife ich auf die Monster Crab XL Boilies zurück. Sie sind aufgrund ihrer offenen Struktur ideal für niedrigere Wassertemperaturen.
Vorfüttern kann von Vorteil sein, ist jedoch nicht zwingend notwendig. Auch wenn ein Gewässer zu weit weg von Ihrem Wohnort liegt, können Sie ohne Vorfüttern im Frühjahr und auch sonst erfolgreich sein.
Wichtig ist, dass sie Ihre Köder dort präsentieren, wo sich die Fische aufhalten und gegebenenfalls auch fressen werden. Große Futtermengen sind nicht notwendig. Ich fische meist mit einem auffälligen Hakenköder und füttere lediglich ein bis zwei Hände voll meiner Mischung bestehend aus mit Finkamino angereicherten T Pellets und Boiliestückchen, die ich um den Hakenköder herum verteile. Beim Fischen im Uferbereich füttere ich mit einer Groundbaiterschaufel. Bei größeren Distanzen ist der Einsatz von PVA-Säcken ideal.
Nach einem gefangenen Fisch füttere ich wieder etwas nach. Seien Sie jedoch vorsichtig und übertreiben es nicht mit der Futtermenge.
Wenn die Fische nur wenig Nahrung zu sich nehmen, können Sie sich mit einem zu stark befütterten Platz schnell die Chancen auf einen Biss ruinieren.
Um konstant eine Lockwirkung am Futterplatz zu haben, ohne dabei die Fische zu überfüttern eignen sich neben meinen T Pellets auch sogenannte Gel Baits. Dies sind geleeartige, weiche Kugeln, die über einen Zeitraum von bis zu 12 Stunden Lockstoff ans Wasser abgeben. Die Köder sind für die Fische voll verdaulich und somit unbedenklich. Ein guter Tipp ist es alle paar Stunden etwas Micro Crumb nachzufüttern, um für eine konstante Lockwirkung an der Stelle zu sorgen. Gerade im Frühjahr ist dieses Produkt sehr fängig, da die Fische die kleinen Köder mit Fischbrut in Verbindung bringen.
Im Hinblick auf das Vorfachmaterial, setze ich sehr gerne Fluorcarbon ein, da dieses im klaren Flachwasser kaum sichtbar ist.
Ich binde hierbei ein ca. 20 cm langes Stück Schnur an einen Haken der Größe 6. Als Wirbel verwende ich ein Modell mit einem Ring, was eine zusätzliche Flexibilität des Vorfachs gewährleistet.
Als Haar kommt geflochtenes Material in Form meines hair braids zum Einsatz. Dieses ist flexibel und sorgt für eine natürliche Präsentation des Hakenköders. Ich binde das Haar stets etwas länger und wickle es dann um den Hakenschenkel und fixiere es mit einem Stück Silikonschlauch. Auf diese Weise kann ich die Länge des Haares der von mir gewählten Ködergröße anpassen, ohne die Montage wechseln zu müssen.
Als Bleie verwende ich, außer beim Einsatz des Chod Rigs, stets inline-Bleie. Diese Haken meiner Meinung nach den Fisch besser, da das Bleigewicht unmittelbar beim Biss auf die Hakenspitze übertragen wird, was bei Safteyclipsystemen nicht der Fall ist. Bei den Safteyclipssystemen hat der Fisch stets noch etwas Spielraum.
Als Hauptschnur setze ich 0,37er Fluorcarbon ein. Diese sinkt zu Boden und passt sich unauffällig den Bodenkonturen an. Ich fische die Schnur entweder durchgehend oder in Verbindung mit Leadcore. Gerade bei etwas hindernisreicheren Stellen empfiehlt es sich Leadcore einzusetzen. Leadcore ist abriebfester als die Fluorcarbonhauptschnur.
Der Stellenwahl kommt eine entscheidende Rolle zu.
Eine Polarisationsbrille ist ungemein wichtig und hilft beim Auffinden der Fische. Halten Sie die Augen auf und wechseln lieber auch mal spontan die Stelle, wenn Sie Fischaktivitäten sehen. Natürlich benötigen Sie bei Frühjahrssessions warme Kleidung und einen warmen Schlafsack, dies sollte Sie jedoch nicht in Ihrer Mobilität einschränken.
Überhängende Bäume bzw. ins Wasser hängende Zweige, ins Wasser gefallene Bäume und Schilffelder sind meist hotspots, wenn die ersten Sonnenstrahlen das Flachwasser erwärmen.

Halten Sie also besonders an diesen Stellen Ihre Augen auf und präsentieren dort Ihre Köder.

In diesem Sinne viel Erfolg und eine spannende neue Saison!


Christian Finkelde