Montag, 20. Juni 2016

Fritz Maders Po Bericht

Kurz nach Ende der Schonzeit sollte es für meinen treuen Angelpartner und guten Freund Kevin Fischill und mich endlich ernst werden. Das Abenteuer "grosser Fluss" stand in den Startlöchern. Schon lange planten wir Beide einen Trip an den mächtigen Po. Jedoch sollten Arbeit und diverse private Verpflichtungen es gar nicht so einfach machen, einen Zeitraum zu finden, wo unser gemeinsames Vorhaben stattfinden sollte.
Schliesslich ging alles schnell und wir hatten beide 10 Tage Urlaub und einen freien Platz in Rico`s Welscamp in Polesella am Mittellauf des italienischen Flusses.
Die Tage der Vorbereitung vergingen, der Adrenalinspiegel stieg von Tag zu Tag, und schliesslich war der Tag der Abreise endlich gekommen.
Mit vollgepacktem Transporter und gehörig Motivation im Gepäck gings ab Richtung Süden. Nach zirka sechsstündiger Autofahrt setzte uns das Navi punktgenau vor Ricos Haustür ab.
Nach herzlicher Begrüssung und Einweisung ins Camp und an den Booten, hieß es nun das ganze Tackle aufs 6 m Boot und unsere Schlauchboote zu verteilen. Bei diesem Wetter eine sehr schweisstreibende Arbeit.
Da wir das Camp nur als Basisstation nutzen um eventuell unsere Akkus zu laden oder mal eine kurze Dusche zu nehmen, war es nun an der Zeit einen Platz zu finden, an dem wir unser Lager für die restliche Woche aufschlagen konnten. Der Campbesitzer fuhr mit uns den beeindruckenden Strom entlang und zeigte Kevin und mir mögliche Plätze die wir bei diesem Wasserstand befischen konnten. Der Po führte im Moment sehr hohes und trübes Wasser und erinnerte mich im zur Zeit sehr an die Bedingungen, die ich auch in meiner Heimat an der Donau vorfand. Nicht die besten Voraussetzungen, aber wie uns berichtet wurde, sollte das Wasser im Laufe der Woche etwas fallen und auch aufklaren, was uns sehr zuversichtlich stimmte.
Wasser hin, Wasser her, jetzt waren wir geil aufs Angeln.
Ein Platz auf einer Sandbank war rasch gefunden. Dort konnten wir einen ruhigeren, teilweise überschwemmten Bereich des Flusses mit viel Bewuchs und Holz im Wasser befischen.
Weil zu Wochenbeginn die Bedingungen Top auf Wels standen, und wir auch Welsruten im Gepäck hatten, versuchten wir natürlich auch unser Glück auf die urigen Riesen. Schliesslich angelten wir ja auch an dem Welsfluss schlechthin. Zusammengefasst konnten wir drei Welse landen. Einer davon war ein richtiges Brett mit 217cm!!!
Aber nun zurück zu unseren gelben Freunden. Die ersten beiden Tage lief es ziemlich zäh, wir fütterten gut und hatten auch Fisch am Platz, aber mit dem erlösenden Dauerton wurde es vorerst nichts. Als Köder vertrauten wir zu Beginn auf Altbewährtes, also kam natürlich der CF1 Sqid&Liver Boilie zum Einsatz. Er wurde als Single Hookbait und als Schneemann angeboten. Gefüttert wurde mit Pellets und Boilies, die vorher mit Liquid ordentlich behandelt wurden.
Ab dem dritten Tag sollte es dann endlich laufen, und wir konnten den ersten Po-Schuppi mit ca 10 kg landen. Bringer war der Snowman in 25 mm als Sinker und 20 mm Pop up in Pink. Die Bedingungen wurden im Laufe der Woche besser, unser Futterplatz wurde angenommen und schliesslich konnten wir bis Ende der Woche doch einige schöne und wahnsinnig starke Flusskarpfen zum Landegang überreden. Der Schwerste Fisch wog knapp 18 kg und hatte eine 25 mm CF1 Squid & Liver - Murmel zum Fressen gern. Leider haben wir auch drei Fische verloren, darunter ein schöner Spiegler, der sich leider kurz vor dem Kescher verabschiedete.
Alles in Allem ein unvergesslicher Trip und eine echte Herausforderung in Sachen Karpfenfischen. Ein toller Fluss, atemberaubende Landschaft und kampfstarke Fische.
Grosser Fluss - wir sehen uns wieder!!!


Tight lines, Euer Fritz

Finkelde itb Team Ausrtia

Mittwoch, 15. Juni 2016

Fritz Mader nicht zu stoppen

Gerademal einen Tag vom Grossen Fluss in Italien zuhaus, dachte ich mir, ich probiers natürlich auch mal wieder an meinem Hauswasser der "schönen, blauen Donau". Obwohl der Fluss genauso wie der Po hohes und teilweise schmutziges Wasser führt, standen die Chancen auf einen Flussbullen eher gleich Null. Dennoch wollte ich es an meinem Lieblingsplatz am Hauptstrom versuchen.
Während andere jetzt in Altärmen und Hafenbecken des grossen Stromes angeln, lockt mich immer wieder die Herausforderung es dort zu versuchen, wo andere schon nach wenigen Versuchen aufbegen.
Kurz und knapp packte ich Montagnacht nach meiner Schicht das nötigste Tackle, fuhr an den 10 km entfernten Strom, baute noch schnell im Dunkeln auf, und platzierte die zwei Ruten ein paar Meter nach der Steinpackung in einer Kehrströmung, wo ich im Moment doch einige Schuppenträger vermutete. Ein paar Schaufeln Futter drauf, und bis zum Hellwerden auf die Liege geknallt.
Als Köder kamen natürlich zwei CF1 Schneemänner in der Dimension 25/20mm zum Einsatz. Wenns schwierig ist, dann setze ich halt auf Altbewährtes worauf ich mich immer verlassen kann.
Kaum die Augen zu riss mich ein Vollrun aus dem Halbschlaf. Nach kurzem und heftigen Drill lag er im Kescher, mein unverhoffter Flussbulle, der mir dann wirklich ein breites Grinsen aufs Gesicht zauberte.
Da ich allein am Wasser war musste ich mir bei der Fotosession leider mit Selbstauslöser helfen.
Nach diesem tollen Einstand an der Donau packte ich dann rasch zusammen, weil es wieder mal wie aus Kübeln zu schütten begann.
Also gings ab nach Hause unter die Dusche, und dann ins Bett, und am späten Nachmittag wieder in die Arbeit.


Ps.: Fotos und Kurzbericht vom Po folgen nächste Woche.
Gruss, Fritz